Hitzetipps für die Wohnung an heißen Sommertagen

Wenn endlich der langersehnte Sommer da ist, lassen die heißen Temperaturen das Zuhause schnell zur Sauna werden. Überhitzte Räumlichkeiten steigern nicht nur das Unwohlsein, sondern können auch negativ auf die Gesundheit wirken. Ab circa 30 Grad lässt die Konzentration nach, ab 35 Grad Celsius kann sogar ein Hitzeschlag in der eigenen Wohnung drohen.

 

Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks können die Wohnung und der Körper kühl gehalten werden, sodass der Sommer und die heißen Temperaturen das Wohlgefühl zu Hause nicht stören. 

Bild von Lukas@pexels.com
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Kühlungstipps für die Wohnung an heißen Sommertagen

Kühlungstipps für die Wohnung: 

 

- Klimaanlage nutzen

 

Wer eine zuverlässig und deutlich kühlere Wohnung an heißen Sommertagen haben möchte, kann die Innentemperatur mit einer Klimaanlage in der Regel bis auf frische 16 Grad Celsius runterkühlen. Damit nicht für jeden Raum eine meist recht teure Klimananlage installiert werden muss, eignen sich mobile Klimaanlagen. Diese sind beim Zimmerwechsel simple umpositionierbar.

Allerdings zählen Klimaanlagen auch als Spargeräte zu den Stromfressern. Der Betrieb eines mobilen Klimageräts kostet im Durchschnitt zwei Euro pro Tag. Wenn der Sommer lang und heiß wird, kommen hier schnell 150 Euro oder mehr Stromkosten zusammen.

 

- Ventilatoren

 

Die Sommermonate werden immer heißer. Ein Auskommen ohne Ventilator ist vor allem in der Nacht kaum noch möglich. Optimal eignen sich Deckenventilatoren. Im Gegensatz zu Standventilatoren wirbeln sie die grundsätzlich nach oben steigende Wärme umher, sodass diese überwiegend im oberen Deckenbereich verbleibt. Dadurch wird dem Raum im unteren Bereich die Wärme genommen. Gleichzeitig sorgen die Ventilatorenflügel für Windbrisen, die kühlend auf den Körper wirken. Stand- oder Tischventilatoren erzeugen die Windbrise zwar auch, aber wenn in dem Raum erst einmal die Hitze steht, kommt es lediglich zu einer Umwälzung der Warmluft. Kaltluft wird dadurch weniger erzeugt, als dies bei einem Deckenventilator der Fall ist. Aber auch hier gibt es einen Trick: einfach eine Schale mit Eiswürfeln vor den Ventilator stellen. Dann weht dieser die aufsteigende Kühle der Eiswürfel in den Raum.

 

- Selbstgebastelte Klimaanlage für die Nacht

 

Bei Hitze können die meisten Menschen nicht schlafen. Umso wertvoller ist der Trick mit einem nassen Bettlaken, um die Raumtemperatur zu senken.

Dazu wird beim nächtlichen Lüften ein nasses Bettlaken vor das geöffnete Fenster gehangen. Ideal ist es, wenn dieses zuvor gut feucht im Gefrierfach gekühlt wurde. Gefroren sein darf es nicht, da es sich ansonsten nicht mehr schadensfrei ausbreiten lässt.

Kommt warme Außenluft durch das Fenster und trifft auf das nasse, kalte Bettlaken, wird die hereinkommende Luft gekühlt.

 

- Abgedunkelte Räume am Tag

 

Sobald am frühen Morgen die Sonne aufgeht, dauert es in der Regel nicht lange, bis die Außenluft wieder heiße Temperaturen erreicht. Aber allein die Kraft der ersten Sonnenstrahlen reicht aus, um die Temperaturen in Wohnungen steigen zu lassen. Aus diesem Grund sollten früh Morgens bereits alles Fenster abgedunkelt werden. Die Abdunklung sollte Abends erst wieder geöffnet werden, wenn die Sonne langsam untergeht.

 

- Fenster schließen

 

Viele glauben, geöffnete Fenster und insbesondere in Verbindung mit Durchzug, sorgen für frischere Luft in der Wohnung. Bei enormer Hitze ist dies eine Fehleinschätzung, denn erst geöffnete Fenster machen es möglich, dass (weitere) Hitze in die Wohnung kommt und sich dort staut. Durchzug sorgt in der Regel lediglich für den Luftaustausch der heißen Luft. Eine Abkühlung bringt dies definitiv nicht.

 

- Richtige Momente zum Lüften

 

Bei einer Außentemperatur von 30 Grad hat ein Lüften den gleichen Effekt, wie das Kühlen mit einem Haarföhn. Aus diesem Grund sollten Fenster erst dann geöffnet werden, wenn die Temperaturen deutlich darunter liegen. An heißen Sommertagen kann dies erst zu später Abendstunde sein. An Fenstern, die nach Norden zeigen, ist die Außenluft in der Regel am ehesten kühler. Das Öffnen gegenüberliegender Fenster kann bei leichten Winden für einen kühleren Durchzug sorgen. Aber Vorsicht: umfallende Gegenstände sind im Vorfeld aus der Zugluftbahn zu nehmen, sonst gehen die Vase oder die Glassammlung schnell zu Bruch.

 

- Helle Farben zur Verdunklung

 

Am effektivsten wird die Hitze aus der Wohnung gehalten, wenn bei einer Verdunklung helle Farben von Rollladen oder Vorhängen genutzt werden. Helle Farben besitzen die Eigenschaft, Sonnenlicht deutlich besser zu reflektieren als dunkle Farben. Dies kann jeder einmal selbst ausprobieren und sich abwechselnd in schwarzer und weißer Kleidung in die Sonne stellen. Bei Schwarz entsteht das Gefühl, als würde durch die Farbe die Hitze nahezu angezogen. Deshalb gilt: zur Verdunklung immer helles Material verwenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Weitere Hitzetipps für die Wohnung

- Hitzereflektierende Rollos

 

Wer tagsüber viel zu Hause ist und nicht im Dunkeln aufgrund heruntergelassener Rollladen sitzen möchte, oder vielleicht gar keine Rolladeln besitzt, für den bietet ein hitzereflektierendes Rollo die Lösung gegen das Eindringen der Außenwärme. Im Grunde ist es sogar effektiver, denn hochwertige Exemplare in hellen Farben können bis zu 75 Prozent der Sonnenstrahlen reflektieren.

Diese wandeln sich nach Durchdringen durch die Fenster in Wärme um. Diese Wärme kann durch ein hitzereflektierendes Rollo aufgehalten und wieder nach Außen abgestoßen werden. Die Wärme gelangt somit nur geringfügig in das Rauminnere.

Sie sind auch in lichtundurchlässigen Materialien erhältlich, so dass mit ihnen eine Verdunklung vornehmen kann. Damit dient ein hitzereflektierendes Rollo außerhalb der heißen Monate eine perfekte Alternative zu Rollläden, wenn der Wohnbereich vor neugierigen Blicken der Nachbarn und vorbeigehenden Passanten geschützt werden soll oder das grelle Straßenlicht in der Nacht stört.

 

- Anstrengung vermeiden

 

Meist ist während der Mittagszeit die heißeste Temperatur zu messen. In den südlichen Ländern ist zwischen 12 Uhr Mittags und 15 Uhr Nachmittags deshalb meist Stillstand. Dort ruht man sich aus, verschläft die heiße Tageszeit oder entspannt an einem schattigen, kühleren Plätzen. Anstrengung treibt zusätzlich die Körpertemperatur hoch und es wird ein Hitzschlag riskiert. Aus diesem Grund Mittags besser keine aufwendigen Menüs kochen, keine Putzaktionen durchführen und auch Aufregung vermeiden. Bei einem entspannten Körper sinkt der Blutdruck und damit auch leicht die Körpertemperatur, sodass die Hitze in der Wohnung ein wenig geringer empfunden wird.

 

- Kalte Füße für weniger Wärmeempfinden

 

Sicherlich kennt es jeder: sind die Füße kalt, friert man irgendwie am ganzen Körper. Dies kann sich in einer heißen Wohnung zunutze gemacht werden.

 

- Eiswürfel zerkleinern/crashen

- In einen dichten Plastikbeutel füllen

- Wie eine Einlegesohle in die Schuhe legen

 

Der Kühleffekt hält in der Regel bis zu 30 Minuten und verleiht dem gesamten Körper ein angenehmes kühles Gefühl. Es kann je nach Belieben unzählige Male wiederholt werden und den Aufenthalt in einer heißen Wohnung um ein Vielfaches angenehmer gestalten.

 

- Kühle durch China-Öl

 

Eine Verdunstungskälte entsteht, wenn China-Öl in Kombination mit Wasser auf die Haut aufgetragen wird. Dazu werden drei bis fünf Tropfen China-Öl auf einen zuvor in eiskaltes Wasser eingetauchten Waschlappen geträufelt und im Anschluss der Körper damit benässt. Eine angenehme Körperkühle entsteht, welche eine heiße Wohnung bis zu einer Stunde vergessen lässt.

 

- Mit der Wärmflasche kühlen

 

Hitze macht vor allem in der Nacht das Ein- und Durchschlafen schwer. Wenn ein nasses Bettlaken am Fenster und andere Tricks nicht die gewünschte Kühle bringen, dann aber bestimmt eine umfunktionierte Wärmflasche. Einfach mit kaltem Wasser füllen und für circa zwei Stunden im Gefrierfach kühlen lassen. Unter die Füße gelegt, sorgt dies für Erfrischung.

 

- Die richtige Bettwäsche

 

Sommerdecken sind umfangreich auf dem Markt erhältlich. Doch während Frottee, Baumwolle und Biber das Schwitzen begünstigen, kann mit Satin-Bettwäsche über die ganze Nacht hinweg ein cooler Effekt erzeugt werden. Die Oberfläche bleibt deutlich kühler. Wer hin und wieder Arme und Beine hinauf legt, profitiert davon in heißen Nächten in warmen Wohnungen.

 

 

Bild von MabelAmber@pixabay.com
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In diesem Video erfahren Sie, wie man Klimaanlage zu Hause macht

Das Leben an heißen Tagen und Nächten: 

 

Zahlreiche Tipps, wie hier erwähnt, können das Leben an heißen Tagen und Nächten in der Wohnung deutlich angenehmer gestalten. Ein paar schnell und unkomplizierte Maßnahmen lassen die Hitze draußen, sorgen für kühlere Räume und Kühleffekte für den Körper.

Am simpelsten und effektivsten wirken hitzereflektierende Rollos, die zusätzlich für den Rest des Jahres Vorteile mit sich bringen.

 

Sie ersetzen zwar keine Klimaanlage, aber dafür fressen sie auch keinen Strom und bewirken dennoch, dass sich in der Wohnung kein Hitzestau entwickelt. Optimal ist es, wenn mehrere Tipps miteinander

kombiniert werden. Auf diese Weise lässt sich der heiße Sommer ohne starkes Schwitzen auch Zuhause in der Wohnung genießen.

Nitin Dhumal/pexels.com